Der Mann ist krank. War krank, so richtig.
Mittwochabend hat er mich gerade noch vom Bahnhof abgeholt (Forschungsreise) und dann lag er nur noch im Bett. Husten, Schnupfen, Kopf- und Halsschmerzen, ... Das volle Programm eben.
Also wurde er betüddelt - auch das volle Programm: Badewanne, Obst schnippeln, heiße Zitrone und viel Tee zubereiten, Grießbrei kochen und (be)mitleiden.
Am nächsten Morgen hab ich mich gleich auf den Weg zur nächsten Apotheke gemacht und musste auch noch etwas einkaufen - Zitronen und Honig hatte ich zwar noch in Hamburg mitgenommen, (nachdem frau ja weiß wie schlimm es sein muss, wenn er schon von sich aus sagt, dass er krank sei...) aber ein wenig Zeug fehlte eben.
Mit genug Medikamenten und Vitaminen in frischer Form wollte ich mich dann auf den Rückweg machen und was verriet der Fahrplan? Ich hatte genau die Stunde getroffen in der kein Bus fuhr... Letzte Fahrt 10:17 Uhr, die nächste um 12:45 und jetzt war es gerademal 11 Uhr... prima.
Während ich aber noch nach meinem Handy buddelte, um dem Pflegling Bescheid zu geben, hielt bereits ein Auto neben mir und eine nette Frau fragte, ob sie mich mitnehmen könne. Da hab ich natürlich nicht nein gesagt.
Zu verdanken hab ich das bestimmt der alten Dame, die mich in ihr Nachtgebet einschließen wollte, weil ich ihr am Tag zuvor die Tür aufgehalten habe.











