Sören, vom Hai gebissen, hat für heute Blogbeiträge zum Thema bedrohte Arten bestellt - kann er haben. (Dort findet ihr dann noch weitere Artikel verlinkt.)
Wovor man sich hierbei gerne drückt, ist die Frage ob man jede Art unbedingt erhalten muss oder wann es sinnvoll ist, sie gehen zu lassen. Dabei spielen nicht nur die zu investierende Arbeit oder Geld eine Rolle - zu kleine Populationen sind von Inzuchtdepression und ihren Folgen bedroht.
Außerdem: Warum wollen wir Tierarten überhaupt erhalten? Weil sie hübsch aussehen? Um sie für die Nachwelt zu bewahren oder weil sie für uns von Nutzen sind?
Natürlich wäre es schön, wenn wir keine Arten verlieren würden... aber manche sterben auch ohne menschliches Zutun - sollen wir diese unter großen Anstrengungen zu halten versuchen? Manche scheinen auch fast keinen Wert auf die Erhaltung ihrer Art zu legen wie zum Beispiel die Asiatische Goldkatze: Da wird jede Menge Papierkram erledigt um Paare selbst über Landesgrenzen hinweg zu bilden und dann mögen sich die Katzen nicht. Noch dazu sind sie kleine Sensibelchen, die keine Störungen dulden und so stirbt so mancher erhoffte Nachwuchs ohne dass jemand eingreifen kann - denn dabei könnten andere Junge aufgegeben werden.
Monatelang stehen Paare unter Beobachtung, um herauszufinden worauf die Goldkatzen stehen könnten, um bessere Partner zu finden. Der Papierkram, die Annäherung - all das dauert seine Zeit. Ein neuer Wurf, der nicht überlebt und so vergehen Jahre und der Bestand wird kleiner.
Wie sieht es mit Nutztierrassen aus? Dass sie von Nutzen sind steckt ja bereits im Namen - zumindest waren sie es mal und können es vielleicht auch wieder sein. Kaltblüter werden dort in der Forstwirtschaft eingesetzt, wo Maschinen an ihre Grenzen stoßen, Schafe und Ziegen helfen bei der Pflege von Mooren und Almen auf natürliche Weise.
Trotzdem sind sie keine Art, nur eine Variante - doch oft birgt diese Vorteile und die Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V hält sie für schützenswert.
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