Wie lange liege ich meinem Mann schon damit in den Ohren, dass ich mal gefüllte Weinblätter machen will? Und wann kommt er von selbst drauf es mal ausprobieren zu wollen? Natürlich dann wenn wir keine Zeit haben...
Ewig am Herd stehen mag ich abends nach dem Labor nicht mehr so unbedingt, aber wenn man jetzt schon Weinblätter daheim hat, kann man sie schließlich auch für andere Dinge verwenden und sie machen sich gar nichtmal so schlecht:
Toast einmal anders
Hawaii Toast mag doch eigentlich jeder gerne und generell ist so ein Toastgericht eine schnelle unkomplizierte Sache - mit Weinblättern und Spargel aus dem Glas bekommt man mal ein etwas anderes Ergebnis.
Man braucht:
- Toastscheiben in der gewünschten Menge (bei uns wie immer Vollkorntoast)
- Die passende Anzahl an Putenbrust oder gekochtem Schinken
- Ein Glas Spargel
- Weinblätter (bereits in Leitungswasser entsalzte, gleich mehr dazu)
- Käse nach Wunsch
Wie beim Hawaii Toast erst die Putenbrust auf den Toast legen, dann ein Weinblatt, ein paar Stangen Spargel und schließlich den Käse. Im Ofen bei 70 bis 100 Grad eine halbe Stunde toasten (wenn die Blätter zu schrumpelig werden früher rausnehmen).
Ausserdem...
Weinblätter machen sich auch gut zu Geflügel: Putenbrust oder ähnliches anbraten und wenn die Stücke durch sind in Weinblätter einwickeln. Dafür legt man sich am besten 2 Blätter versetzt übereinander, setzt das Fleisch darauf, klappt die Blattenden zusammen und tut das ganze nochmal kurz in die Pfanne. Schmeckt pur aber man kann das Fleisch auf einer Seite auch mit (zum Beispiel) Ajvar bestreichen.
Beachten sollte man, dass die Blätter in Salzlake eingelegt sind und darum vor der Verwendung ein Wasserbad nehmen sollten - das hilft auch gegen eventuell zwischen den Weinblättern eingequetschte Insekten... Zudem wird es empfohlen die Blattstiele zu entfernen.
Wir experimentieren sicher noch weiter damit herum - in einer Packung befindet sich nämlich einiges an Blattwerk.











